KLEINMENGENLOGISTIK – Convenience braucht Automation

Der Schweizer Convenience-Shop-Betreiber migrolino setzt wie die Muttergesellschaft Migros auf automatisierte Lager- und Kommissionierabläufe für seine Kleinmengenlogistik. Notwendig ist dabei ein Höchstmaß an Flexibilität bis auf Losgröße Eins.  (Ein Bericht von Thomas Wöhrle)

(Foto: S. Hofschlaeger / www.pixelio.de)
Gerade im Convenience-Bereich steht der Handel vor großen Logistikherausforderungen (Foto: S. Hofschlaeger / www.pixelio.de)

Schon im Jahr 2011 entschied der Mutterkonzern Migros das migrolino-Geschäft von Zürich nach Suhr zu holen und in das dortige nationale „Migros Verteilzentrum Suhr (MVS)“ für Trockensortiment zu integrieren. Im Rahmen der Integration wurde auch die Logistik zentralisiert. Es werden nun nicht nur Artikel aus dem Migros-Sortiment kommissioniert und verteilt, sondern auch zusätzliche Markenartikel sowie Alkohol und Tabak. Kommissioniert wurde dort mittels eines Datenfunksystems des Bayerischen Logistikautomationsspezialisten Witron. Mit der neuen, jetzt umgesetzten, Lösung erfolgt die Kleinmengen-Kommissionierung automatisiert. Hierzu wurde – im bestehenden Gebäude, während des laufenden Betriebes – eine neue vollautomatische Lösung für migrolino umgesetzt. Zudem wurden die Logistiksysteme des nationalen Migros-Geschäfts und migrolino funktionell, IT- und datenbanktechnisch zu einem effizienten Gesamtsystem zusammengeführt, insbesondere um Spitzenbelastungen bei Bedarf effizient abdecken zu können. Die Belieferung beider Vertriebswege – Filialgeschäft und Kleinmengen-Kommissionierung – basiert jetzt komplett auf der Logistiklösung „Order Picking Machinery (OPM)“ sowie dem „Dynamic Picking System (DPS)“ von Witron.

(Foto: RS Media World Archiv / Witron)
A. Schweizer (Foto: RS Media World Archiv / Witron)

Kleinmengenlogistik: Automation bringt  Mengensteigerungen 

Die mehr als 300 migrolino-Shops verfügen typischerweise über eine Verkaufsfläche von 100 bis 160 Quadratmetern. Sie befinden sich vorwiegend an Bahnhöfen, in attraktiven Citylagen, Tankstellen oder Raststätten, sind meist 365 Tage im Jahr geöffnet und versorgen Kunden schnell und bequem mit ca. 3.000 verschiedenen Artikeln für den täglichen Bedarf – Lebensmittel aus dem Trockensortiment, NearFood-Produkte, Convenience, Frische, Obst, Gemüse, Tabak und Alkohol.

„Die geplante Mengensteigerung gemäß Businessplan der migrolino AG – und insbesondere die Verdoppelung von neun auf 20 Millionen Picks bis 2016 – gepaart mit den zukünftigen Logistikanforderungen und -prozessen im Kleinmengengeschäft, hat uns gezwungen, die Intralogistik auszubauen“, erklärt Alexander Schweizer, als Mitglied der erweiterten Unternehmensleitung bei MVS hauptverantwortlich für das Projekt. „Dies eröffnete uns die Chance, mittels intelligenter Mechanisierung und Vernetzung die Qualität, Produktivität und Flexibilität der logistischen Dienstleistung nachhaltig zu steigern.“ Somit wurde auch die Grundlage für künftiges Wachstum in diesem Segment geschaffen – und das trotz Flächeneinschränkung am bestehenden MVS-Standort. Gleichzeitig erhöht es für das migrolino-Geschäft die Flexibilität bezüglich der Kundensortimente sowie die Kommissioniergeschwindigkeit und -menge. Die Ergonomie für die Kommissionierer wird verbessert bei steigender Qualität und Produktivität der intralogistischen Abwicklung im Kleinmengengeschäft. Somit wird die gesamte Wirtschaftlichkeit entlang der Supply-Chain nachhaltig gesteigert.

(Foto: RS Media World Archiv / Witron)
Über ein Kamera-Scan-System im Wareneingang wird der Inhalt der Behälter exakt verifiziert und dokumentiert. (Foto: RS Media World Archiv / Witron)

Flexibilisierung der einzelnen Logistikmodule

Aufgrund der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit bei der automatisierten Logistik für das Migros-Geschäft entschied man sich bei migrolino für bewährte Systemlösungen. „Da wir mit dem Hochleistungs-Logistiksystem „Future COM“ von WITRON im MVS sehr gute Erfahrungen gemacht haben, stand diese Entscheidung relativ schnell fest“, sagt Schweizer. „Wichtig für uns war, die beiden Geschäfte komplett miteinander zu vernetzen.“ Denn die Erweiterung der bestehenden Zusammenarbeit bringe einige ganz wesentlichen Vorteile mit sich. So seien beispielsweise die entscheidenden Schnittstellen zum ERP-System bereits vorhanden, ebenso die dem System zugrundeliegende Palettenfördertechnik sowie das Palettenhochregallager. Und durch „Future COM“ ist im Konzern auch ein hohes Know-how bezogen auf das OPM-System vorhanden – dies hat die Einführung bei migrolino natürlich sehr erleichtert. „Aber auch im Produktivbetrieb ergeben sich für uns erhebliche Synergien aus der Kombination des klassischen Migros-Filialgeschäfts mit dem Kleinmengengeschäft von migrolino“, so Schweizer. „Die Kommissionierung erfolgt aus einem einheitlichen Bestand, in Spitzenzeiten können wir sehr flexibel mit der Gesamtanlage agieren.“ Der migrolino-Bereich könne in Geschäftsspitzen von Migros unterstützend agieren – und genauso umgekehrt.

Integrierte Verknüpfung. Einer der wichtigsten Schritte war die integrierte Verknüpfung nach dem Motto „Alles aus einem System“ – in einem von Verdrängungswettbewerb geprägten Einzelhandelsmarkt wie der Schweiz ein großer Vorteil hinsichtlich Effizienz. Durch die Zentralisierung wurde die Anzahl der Anlieferungen pro migrolino-Shop minimiert, zudem die LKWs optimal befüllt, was die Transportkosten nochmals reduziert. Des Weiteren wurde das Lagerverwaltungssystem von MVS „aufgebohrt“, sodass nun weitere Kunden (wie jetzt migrolino) mit der Gesamtanlage im MVS abgewickelt werden können. „In unserem sehr volatilen Geschäft mit enormen saisonalen Schwankungen müssen wir Ausweichszenarien implementieren“, erklärt Alexander Schweizer. „An Ostern, Weihnachten oder dem Schweizer Bundesfeiertag am 1. August mit einer Spitze von bis zu 400 Prozent zum Durchschnittstag wurde zum Beispiel das gekühlte Wechselblocksortiment manuell „in der Fläche“ kommissioniert. Durch die Integration der verschiedenen Logistikmodule sind wir hier jetzt sehr flexibel.“ Eine gute Beziehung zum Kunden und zu den Lieferanten sei ebenfalls ein wichtiger Erfolgsfaktor. Nur gemeinsam könne das Supply-Chain-Management an speziellen Tages- beziehungsweise Wochenkonstellationen an Spitzen angepasst werden – solche Anpassungen müsse natürlich auch die Software entsprechend abbilden können.

„Die Shops profitieren von der Store-friendly-Belieferung, einer hohen Qualität sowie zusätzlichen Dienstleistungen.“ (A.Schweizer, Mitglied Unternehmensleitung Migros Verteilzentrum Suhr)

Kleinmengenlogistik: Einsatz eines Systemlösungs-Mix

Zum Einsatz kommen bei migrolino die Kommissioniermodule „Order Picking Machinery (OPM)“ zum vollautomatischen Kommissionieren von Handelseinheiten, „Dynamic Picking System (DPS)“ für kleinvolumige Artikel (bei migrolino sogenannte Aufreißartikel, bei denen die Handelsverpackung aus dem Großmengengeschäft für die kleineren Bestellmengen aus dem migrolino-Vertriebskanal aufgerissen werden müssen), „Automated Tote System (ATS)“ für Gebinde (Kisten, Behälter) und der vollautomatische Warenausgangspuffer. Sie alle sind Produkte von Witron. „Auf diese Weise stellen wir bei migrolino eine höchstmögliche Flexibilität auch in den logistischen Prozessabläufen sicher“, erklärt Projektleiter Rainer Mündlein von Witron. „Denn bei Bedarf ist es beispielsweise möglich, dass das OPM als Pufferlager für das DPS agiert und so Spitzenbelastungen abfedert.“ Die Anlage ist für eine tägliche Spitzenleistung von 118.000 Picks ausgelegt. Sie wurde in das Erdgeschoss und das Untergeschoss des MVS integriert. Das Layout des bestehenden MVS-Gebäudes hat migrolino gezwungen, das ungekühlte Sortiment auf einem anderen Stockwerk als das gekühlte Sortiment abzuwickeln.

95 Prozent ohne Personal. Mit dem Case-Picking-System OPM, das im ungekühlten beziehungsweise klimatisierten Bereich des Verteilzentrums zum Einsatz kommt, ist es möglich, gut 95 Prozent des Artikelspektrums eines Vollsortimenters weitestgehend ohne Personaleinsatz filialgerecht und fehlerfrei auf Paletten oder Rollcontainer zu schlichten – darunter auch Nostock-Produkte mit Anlieferung und Auslieferung am gleichen Tag, wie beispielsweise im Convenience-Sortiment üblich. Herzstück des Systems ist die Beladevorrichtung COM (Case Order Machine), welche Handelseinheiten hochdynamisch, produktschonend und „store-friendly“ auf Ladungsträger kommissioniert. Im OPM werden mit fünf COM-Maschinen sowohl Handelseinheiten, verschiedenste Getränke-Formate und Behälter in unterschiedlichen Größen vollautomatisch auf Rollcontainer geschlichtet. Ebenso Behälter mit Kundenaufträgen, die kleinvolumige Artikel enthalten und im DPS bereits vorkommissioniert wurden. Den COM-Maschinen vorgeschaltet ist ein insgesamt zehngassiges automatisches Kleinteilelager (AKL) mit 41.600 Stellplätzen.

(Foto: RS Media World Archiv / Witron)
Die Rollcontainer aus sämtlichen Logistikbereichen werden vor Einlagerung in den Warenausgangspuffer vollautomatisch von den Systempaletten getrennt. (Foto: RS Media World Archiv / Witron)

Ware zum Mann. Im DPS erfolgt die hochdynamische und automatische Kommissionierung von Kleinteilen, unterstützt durch ein Pick-by-Light-System. DPS arbeitet nach dem Prinzip „Ware-zum-Mann“/„Mann-zur-Ware“. Die Artikel befinden sich, abhängig von der Auftragsstruktur, entweder permanent oder bedarfsgerecht in der Pickfront, wodurch diese stets optimiert ist. DPS ermöglicht die direkte Lagerung und Kommissionierung in einem AKL. „Das DPS bei migrolino ist in zwei Temperaturzonen aufgeteilt – ungekühlte Trockensortiments-Artikel und gekühlte Frische- beziehungsweise Mopro-Artikel (+ 2 Grad Celsius)“, so Mündlein. „Es enthält in Summe 14 Kommissionierarbeitsplätze sowie 20.800 AKL-Behälterstellplätze.“ Einen besonderen Kundenservice bietet hier die Funktion, dass das Gewicht von Fleisch-, Wurst- und Käsewaren an den Arbeitsplätzen exakt erfasst werden kann und der migrolino-Shopbetreiber somit auch nach dem tatsächlichen Gewicht bezahlt, also nicht pauschal nach Menge oder Stück.

Optimierung nach Temperaturbereichen

Das ATS schließlich ermöglicht die vollautomatische Kommissionierung von Versandeinheiten, bestehend aus Behältern, welche bereits in der eigenen Produktion oder vom Lieferanten mit Ware gefüllt wurden. Diese werden im ATS komplett ohne Personaleinsatz und ID-Erfassung vereinnahmt, gepuffert, kommissioniert, filialgerecht auf eine Versandeinheit gestapelt und zur Auslieferung bereitgestellt. Darüber hinaus setzt ATS durch die vollständige Vermeidung von kraftraubendem Heben und Tragen schwerer Behälter und Kisten auch im Bereich Ergonomie neue Maßstäbe. Zum einen werden im ATS eingehende artikelreine Behälterstapel, gefüllt mit Frische-Produkten wie etwa Salatmenüs, Fertiggerichten, Fleisch- oder Wurstwaren depalettiert, vereinzelt, eingelagert und abschließend vollautomatisch zu filialgerechten Einheiten zusammengestellt. Dies beinhaltet auch das Cross-Docking-Geschäft. Zum anderen werden durch ATS ebenso Auftragsbehälter shop- und tourengerecht gestapelt, die im Frische-DPS bereits vorkommissioniert wurden. Die Auslieferung an die migrolino-Shops erfolgt jeweils auf Rollcontainern.

Just in time. Ein automatisierter Warenausgangspuffer, modular aufgebaut in verschiedene Temperaturbereiche, optimiert den Versandbereich und stellt den Versandmitarbeitern die Rollcontainer nach ihrer Trennung von der Palette durch die automatischen Rollcontainer-Trennstationen über Rollenbahnen sequenzgerecht, in der richtigen Reihenfolge, „Just-in-Time“ zur Auslieferung zur Verfügung. Bestehende Palettenläger wurden intelligent in den Prozess integriert. Dies hat den Vorteil, dass die fertig kommissionierten Rollcontainer im richtigen Temperaturbereich zwischengelagert werden können. Es sind somit keine zwei separaten Bereitstellflächen mehr notwendig. Der große Vorteil: ungekühlte und klimatisierte Ware kann mit sehr kurzer Vorlaufzeit in die kalte Zone zum Verladen gebracht werden. Empfindliche Ware, wie etwa Bananen, hält sich somit nur kurz im kalten Bereich auf, bis zu ihrer endgültigen, nach Abladestellen bereits vorsortierten, Verladung.

(Foto: RS Media World Archiv / Witron)
Das DPS ist in zwei Temperaturzonen aufgeteilt – ungekühlte Trockensortiments-Artikel und gekühlte Frische- beziehungsweise Mopro-Artikel. (Foto: RS Media World Archiv / Witron)

Systeme optimieren sich selbst

Eine besondere Herausforderung im migrolino-Prozess stellen die sogenannten Wechselblock-Artikel dar, welche „Just-in-Time“ am Kommissioniertag aus verschiedenen Migros-Produktionsfirmen bzw. externen Lieferanten in das Verteilzentrum Suhr geliefert werden. Dort werden sie anschließend gemeinsam mit Lagerware zu einem Kundenauftrag zusammengeführt. Da sich die Shop-Betreiber bis 8:30 Uhr des Auslieferungstages entscheiden können, welche Frischeware (z.B. Fertiggerichte, Salatmenüs) exakt benötigt wird und diese dann noch vom Lieferanten produziert werden muss, bedeutet dies in der Praxis, dass nicht exakt planbar ist, zu welcher Uhrzeit die Ware für die Kommissionierung zur Verfügung steht. Dieser Prozess benötigt daher eine sehr hohe Intelligenz und Dynamik des Gesamtsystems, da nach Vereinnahmung der Ware die Logistikprozesse sofort beginnen müssen, um die termingerechte und vollständige Auslieferung sicherzustellen. Für die migrolino AG ist dieser flexible Ablauf ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Dienstleistungsportfolio für seine Kunden.

Jeder Tag ist anders. „Unabhängig vom Sortiment, Temperaturbereich, Artikelstruktur, Ladungsträger, Lagerware oder NoStock-Ware: alle Module und Prozesse sind förder- und datentechnisch miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig“, so Mündlein. Denn die Charakteristika der einzelnen Tage sind völlig unterschiedlich. „An manchen Tagen wird sehr viel Trockensortiment kommissioniert, an anderen Tagen sehr viele Frischeprodukte. Ein Freitag hat 100 Prozent mehr Durchsatz als beispielsweise ein Mittwoch.“ Dies habe natürlich Auswirkungen auf die Warenströme sowie die Auslastung der einzelnen Kommissioniermodule. „Daher haben wir Tools entwickelt, mit welchen wir ganz genau wissen, wo welche Ware gelagert wird, wo sie kommissioniert wird und womit sie konsolidiert wird. Nahe an der Philosophie von Industrie 4.0 optimieren sich die Systeme schon weitestgehend selbst“, ergänzt Alexander Schweizer. „Dies umfasst auch weitere Logistikprozesse, wie beispielsweise die Tourenplanung, welche schon während der bereits laufenden Kommissionierung erfolgt. Somit können die Shop-Betreiber bis wenige Stunden vor der Auslieferung noch Bestellungen platzieren, da migrolino aufgrund innovativer Prozesse kurze Durchlaufzeiten gewährleisten kann.“

„Unabhängig vom Sortiment, Temperaturbereich, Artikelstruktur, Ladungsträger, Lagerware oder NoStock-Ware: alle Module und Prozesse sind förder- und datentechnisch miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig.“ (Rainer Mündlein, Witron-Projektleiter).

50 Personen abgezogen

Trotz des anspruchsvollen Anforderungsprofils wurde das Projekt in weniger als zwei Jahren erfolgreich umgesetzt. Schon unmittelbar nach Produktivschaltung konnte das erste Weihnachtsgeschäft und das darauffolgende Ostergeschäft abgewickelt werden. Mit dem bisher Erreichten ist man bei migrolino vollauf zufrieden. Mehr als 50 Mitarbeiter konnten aus der Kommissionierung abgezogen und in andere Unternehmensbereiche integriert werden. Und auch die reinen Leistungszahlen sprechen für sich. „Im OPM kommissionieren wir in der Spitze über 500 Picks pro COM in der Stunde, im ungekühlten Bereich des DPS in der Stunde rund 600 Picks pro Arbeitsplatz und im gekühlten DPS etwa 800 Picks“, zieht Alexander Schweizer eine positive Bilanz. „Darüber hinaus profitieren die Shops von der Store-friendly-Belieferung, einer hohen Qualität sowie zusätzlichen Dienstleistungen.“ Für die Kommissionierer hat sich die Ergonomie deutlich verbessert und ihre Tätigkeit ist abwechslungsreicher geworden durch das angesprochene Job Enrichment. Die Automatisierung der Kleinmengen-Kommissionierung führt neben einer weiteren Erhöhung von Qualität, Produktivität und Durchsatz auch zu einer nochmaligen Steigerung des schon sehr hohen Servicelevels für migrolino.

Schritt in Richtung Flexibilität. „Unter dem Strich haben wir mit der geschaffenen Lösung einen entscheidenden Schritt in Richtung voller Flexibilität gemacht“, erklärt Schweizer. „Mit der Fusionierung der beiden vollautomatischen Kommissionierlösungen können wir nun für unterschiedliche Kunden Kommissionier- und Distributionslösungen anbieten – sei es auf den Transportträgern Europalette, Halbpalette oder Rollcontainer.“ Auch die Kommissionierung von Ganzpaletten oder Aufreißartikeln ist nun problemlos möglich. „Je nach Kundenwunsch können Parameter konfiguriert werden, um das Optimum zwischen Qualität, Transport und Kommissionierung herauszuholen“, so Schweizer. „Damit sind wir in Bezug auf Mengenwachstum und Artikelvielfalt für die Zukunft bestens gerüstet.“ Und die nächsten gemeinsamen Folgeprojekte sind bereits in Planung. Neben einigen systemseitigen Ergänzungen will man in enger Abstimmung mit WITRON einen „Masterplan 2025“ entwickeln, der die Logistik für Migros und migrolino strategisch an die kommenden Trends anpasst. „Denn es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Artikel weiter steigen wird. Auch Sameday-Delivery rückt immer mehr in den Vordergrund. Ein flexibles, vernetztes System hilft bei diesen zukünftigen Herausforderungen“, so Schweizer.

migrolino.ch/de

witron.de