FUEL DUEL – Mercedes-Benz gegen MAN im Verbrauchsduell

100 Kraftstoffvergleichstests – sogenannte Fuel Duels – hat Mercedes-Benz mit dem Actros in Österreich bereits absolviert. Das 100. Fuel Duel fand in Pregarten bei der Spedition Düring & Hummer statt. Duellanten waren MAN-Lastzüge.

(Foto: RS Media World Archiv / Mercedes Benz Austria)
(v.l) A. Hummer, M. Düring vor dem Test. (Foto: RS Media World Archiv / Mercedes Benz Austria)

Der Hof der Spedition Düring & Hummer Transporte im Oberösterreichischen Pregarten ist leer. Nur ein Actros 1846 von Mercedes-Benz mit grüner Fuel Duel Beklebung und einem weißen Dreiachs-Schiebeplanenauflieger steht herum. Er ist gerade von einer Tour aus Holland zurückgekehrt. Sonst ist alles ruhig.

Doch die Ruhe täuscht: Im Verwaltungsgebäude warten alle gespannt auf die Auswertung der Verbrauchsdaten. Jetzt stellt sich heraus, ob der Herausforderer auch diese Woche das beste Fahrzeug im Fuhrpark von Düring & Hummer im Verbrauch geschlagen hat. Es ist das 100. Fuel Duel in Österreich, das diesmal bei Düring & Hummer Transporte gefahren wird. Hier hat Mercedes-Benz die Chance, erstmals Actros-Fahrzeuge in einen völlig vom Wettbewerb beherrschten Fuhrpark mit 45 Zugfahrzeugen zu platzieren.

„In unserem vielfältigen Fuhrpark haben wir noch keinen Mercedes. Das Fuel Duel gibt uns die Möglichkeit Fakten auf den Tisch zu legen. Keine Werte aus dem Prospekt, sondern den tatsächlichen Verbrauch im Alltagseinsatz.“ (Martin Düring, Geschäftsführer Düring & Hummer)

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Der Test- Actros 1846 im mehrwöchigen Praxistest. (Foto: RS Media World Archiv / Mercedes Benz Austria)

Realer Wettbewerb vor Ort

Leicht wird es dem Actros dabei nicht gemacht, denn der Verbrauch des besten Fuhrpark-Lkws liegt deutlich unter dem Speditionsdurchschnitt. Der Verbrauch des Referenztrucks im Fuel Duel beträgt 27,6 l/100 km. Diesen Wert gilt es für den Mercedes-Benz Actros im dreiwöchigen Duell zu schlagen. „In unserem vielfältigen Fuhrpark haben wir noch keinen Mercedes. Das Fuel Duel gibt uns die Möglichkeit Fakten auf den Tisch zu legen. Keine Werte aus dem Prospekt, sondern den tatsächlichen Verbrauch im Alltagseinsatz“, sagt Martin Düring. Der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker hat das Unternehmen 2012 von seinem Vater übernommen.

„Nach den ersten beiden Wochen hat sich schon ein deutlicher Unterschied im Verbrauch gezeigt. Wir sind gespannt wie es nach Ablauf des Duells aussehen wird.“ (Alexander Hummer, Geschäftsführer Düring & Hummer)

45 Lkw-Fuhrpark. Gemeinsam mit seinem Sandkastenfreund Alexander Hummer, einem gelernten Speditionskaufmann, gründete er die Düring & Hummer Transporte. Die leidenschaftlichen Segler haben mit klaren Zielen und viel Herzblut das Unternehmen in kurzer Zeit zu einem ernstzunehmenden Mitspieler am Logistikmarkt entwickelt. Die stetig wachsende Spedition verfügt mittlerweile über 45 Zugfahrzeuge. Das Angebot umfasst Stückgutversand, Transporte mit Mitnahmestapler, Lkw-Kranarbeiten, Fernverkehrslogistik und Kleintransporte aller Art. Im kommenden Jahr ist eine weitere Expansion geplant.

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29 Prozent und damit der größte Teil der Gesamtbetriebskosten entfallen auf den Kraftstoff. (Foto: RS Media World Archiv / Mercedes Benz Austria)

Bedingungen für alle gleich

Der Fahrer wird zu Beginn eines Fuel Duel gründlich eingewiesen und regelmäßig von einem Profi-Trainer von Mercedes-Benz Lkw telefonisch gecoached. Danach fährt er seine gewohnten Einsätze mit dem Actros allein, unterstützt vom Telematiksystem Fleetboard. „Der Actros ist ein tolles Fahrzeug“, erzählt René Koller, der den Actros jetzt seit zwei Wochen fährt. „Die vielen Spritsparmöglichkeiten, die Sicherheitssysteme, der bequeme Sitz – mit dem Actros kann man seine Arbeit als Lkw-Fahrer bestmöglich und wirtschaftlich erledigen.“ Ihm ist nicht anzumerken, dass er eigentlich ein überzeugter MAN-Fahrer ist.

Überzeugende Sterne. „Nach den ersten beiden Wochen hat sich schon ein deutlicher Unterschied im Verbrauch gezeigt. Wir sind gespannt wie es nach Ablauf des Duells aussehen wird“, sagt Alexander Hummer. Ob das nächste Fahrzeug im Fuhrpark einen Stern trägt? A. Hummer lächelt vielversprechend – aber fix zusagen will er jetzt noch nicht. Eine Woche später wird er tatsächlich gemeinsam mit seinem Geschäftspartner den Kaufvertrag für eine Volumer Sattelzugmaschine Actros 1845 LSnRL und 13 Volumer Fahrgestelle Actros 2545 LnR mit Giga Space Fahrerhaus unterzeichnen.

 Fuel Duel in Österreich

100 Fuel Duels absolvierte der Mercedes-Benz Actros inzwischen in Österreich gegen vergleichbare Wettbewerbsfahrzeuge seit September 2014. Bei diesen Kraftstoffverbrauchstests legten die eingesetzten Sattelzugmaschinen insgesamt ca. 870.000 km zurück. Beachtenswert: Über 99 Prozent aller Duelle konnte der Actros für sich entscheiden – mit einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchsvorteil von knapp 10 Prozent.

Auf Effizienz ausgelegt. Für die Actros-Kunden im Transportgewerbe zahlt sich das in barer Münze aus. Denn 29 Prozent und damit der größte Teil der Gesamtbetriebskosten entfallen auf den Kraftstoff. Berücksichtigt man nur die fahrzeugbezogenen Ausgaben, so klettert der Kraftstoffanteil sogar auf 50 bis 60 Prozent. Nie war ein Fernverkehrs-Lkw so konsequent auf maximale Effizienz ausgelegt wie der Mercedes-Benz Actros. Er steht für höchste Wirtschaftlichkeit im harten Transportgeschäft. Diesen Effizienzvorsprung baute der Actros mit der neuesten Generation des OM 471 nochmals aus: Bei den neuen Fuel Duel-Sattelzugmaschinen handelt es sich um Actros vom Typ 1845 LS mit 330 kW (448 PS) bzw. Actros 1848 LS mit 350 kW (476 PS).

mercedes-benz.at