FIRST MILE – Die Hygiene macht es

Ein hygienisch einwandfreier und sicherer Transport direkt in Lebensmittelproduktionsbetriebe ist eine Herausforderung für die Lebensmittelindustrie. Denn jede Meile der Supply Chain ist anders. Dabei sind First Mile Solutions bei Ladungsträgern für die Inbound- und Werklogistik eher rar gesät. Doch es gibt sie…

Jede Meile der Supply Chain ist anders und hat ihre spezifischen Herausforderungen. Abhängig von der Branche werden unterschiedliche Produkte und Lösungen benötigt. Eine besondere Rolle nimmt die Lebensmittelindustrie ein. Während es für den letzten Lieferkettenabschnitt zum Handel ein großes Angebot gibt, sind Lösungen für die Inbound- und Werklogistik, sogenannte First Mile Solutions, bisher Mangelware. Verpackungs- und Rohmaterialien sowie Produktzutaten müssen zuverlässig verpackt, verarbeitet und an die Hersteller transportiert werden. Eine mit aktuellen Lebensmittelsicherheitsstandards konforme Beförderung ist dabei unabdingbar. Die zunehmende Komplexität der Lieferketten und der globale Wareneinkauf stellen für das Risikomanagement von Lebensmittelherstellern eine weitere Herausforderung dar. Genau hier setzt CHEP mit seinem neuen First-Mile-Angebot an, das speziell die Anforderungen der Ernährungsbranche an die Logistik im Wareneingang adressiert.

Obwohl die Mehrzahl der Lebensmittelhersteller ein umfassendes Qualitätsmanagement betreibt, sind immer mehr Produktrückrufe zu verzeichnen.

Kleine Ursache, große Wirkung

Obwohl die Mehrzahl der Lebensmittelhersteller ein umfassendes Qualitätsmanagement betreibt, sind immer mehr Produktrückrufe zu verzeichnen. Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie steht laut Allianz Risk Barometer 2015 das Risiko eines Reputationsverlustes an erster Stelle. Sind verunreinigte Lebensmittel einmal in den Handel gelangt, lässt sich der Imageschaden nur schwer reparieren. Selbst bei kleineren Unternehmen belaufen sich die Kosten für Rückrufaktionen schnell auf eine halbe Million Euro. Viele Unternehmen nehmen die betroffenen Lebensmittel sogar frühzeitig vom Markt, denn eine Gefährdung der Lebensmittelsicherheit ist hochbrisant – negative Schlagzeilen sind vorprogrammiert. Der Logistikaufwand für solche Rückrufaktionen ist immens.

Weniger Risiken bei ständiger Verfügbarkeit

Um derartige Szenarien zu verhindern, müssen Unternehmen für eine konsequente Qualitätssicherung in ihrer Supply Chain sorgen. Produktionslinien erfordern den höchstmöglichen Sicherheits- und Hygienestandard, um die aktuellen Vorgaben zur Lebensmittelsicherheit einzuhalten. Wenn Unternehmen Kunststoffpaletten wie etwa von CHEP auf der ersten Meile verwenden, können sie ihre Verpackungen, Rohmaterialien und Zutaten direkt in die Produktionsbereiche verlagern. Das zusätzliche Verpacken und Inspizieren von palettisierter Ware, wie es beim Transport auf herkömmlichen Holzpaletten nötig ist, entfällt. Für diese Anforderungen sind diese Kunststoffpaletten aus fabrikneuem und lebensmittelechtem Kunststoff hergestellt, der kontaminationsfrei zertifiziert ist. Sie werden im Spritzgussverfahren in einem Stück hergestellt – ohne Nägel oder scharfe Kanten. Die glatten, rutschfesten Oberflächen ohne versteckte Vertiefungen verhindern, dass sich Feuchtigkeit, Staub, Allergene oder Flüssigkeit absetzen. Selbst Säuren, Fetten und Gerüchen hält die Oberfläche stand. Das Risiko einer Kontamination und einer Kreuzkontamination ist dadurch wesentlich geringer.

(Foto: Chep)
Im Pooling-Verfahren bezogen, warten die Kunststoffpaletten von CHEP mit etlichen Vorteilen auf. (Foto: Chep)

Lebensmittelstandards einhalten

Die blauen Kunststoffpaletten erleichtern so die Einhaltung der neuesten Lebensmittelsicherheitsstandards von Organisationen wie den International Featured Standards (IFS) und dem British Retail Consortium (BRC) und der von der Weltgesundheitsorganisation vorgelegten Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP). Das macht die CHEP Kunststoffpaletten zu einer der hygienischsten Optionen auf dem Markt. Zusätzlich werden Risk-Manager durch den Einsatz der Kunststoffpaletten in ihrer Arbeit entlastet: sowohl das Prozedere der Risikobewertung als auch die Zertifizierung der Supply Chain werden vereinfacht. Im Gebrauch lassen sich die wasserabweisenden Paletten unkompliziert reinigen und waschen. Auch in Sachen Haltbarkeit punkten die Ladungsträger: Dank ihrer hohen strukturellen Integrität sind Reparaturen praktisch überflüssig.

Eine Lösung für die ganze Supply Chain

Aufgrund der Standardmaße der Kunststoffpaletten lassen sich diese problemlos auch für automatisierte Prozesse innerhalb des Produktionsbetriebs einsetzen und sorgen so für gleichbleibende Leistung und weniger Schäden. Die Kunststoffpaletten können sowohl die Supply Chain des Zulieferers als auch die des weiterverarbeitenden Herstellers durchlaufen. Ein Umladen der Güter auf andere Paletten entfällt, was nicht nur Zeit, sondern auch Kosten einspart.

Die Kunststoffpaletten können sowohl die Supply Chain des Zulieferers als auch die des weiterverarbeitenden Herstellers durchlaufen.

Hygiene im Pool

Im Pooling-Verfahren bezogen, warten die Kunststoffpaletten von CHEP mit weiteren Vorteilen auf: Nach dem Prinzip „Mieten statt Kaufen“ zahlt der Kunde nur für die tatsächliche Nutzung der Paletten. Die Verwaltung, Wartung, Reparatur, Reinigung, Anlieferung und Abholung der Ladungsträger übernimmt CHEP, wodurch sich der administrative Aufwand erheblich reduziert. Die benötigte Menge der Ladungsträger ist zu der gewünschten Zeit am richtigen Ort verfügbar: Mit circa 112 Millionen Paletten im Umlauf, mehr als 230 Service Centern und rund 315.000 Lieferpunkten allein in Europa ist eine flächendeckende Abdeckung und konstante Verfügbarkeit der Ladungsträger garantiert. Einen zusätzlichen Bedarf ebenso wie einen Überhang an Paletten gleicht der Logistik-Experte ohne zusätzliche Kosten aus. Ein Vorteil, der sich gerade im Saisongeschäft auszahlt, in dem die große Nachfrage oft zur Herausforderung wird. Je nach Bedarf und für den Schutz von Lebensmittelprodukten umfasst das First-Mile-Angebot von CHEP neben Kunststoffpaletten weitere Plattformen und Lösungen. Unter anderem gibt es speziell für den Transport und die Lagerung von Trockengut und Verpackungen einen Intermediate Bulk Container.

In jedem Lieferkettenabschnitt die Umwelt im Blick

Von Natur aus nachhaltig, stellt das Pooling-System ohnehin eine der umweltfreundlichsten Lösungen für die Supply Chain dar. CHEP garantiert dabei die vollständige Lebensmittelechtheit seiner Ladungsträger. Ebenso übernimmt der Polling-Spezialist die Entsorgung wie auch das 100-prozentige Recycling seiner Produkte. Dass dieses System in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz führend ist, bestätigen nicht zuletzt diverse Zertifizierungen wie z. B. der Lean and Green Star 2016 und EcoVadis 2017, mit denen das Unternehmen ausgezeichnet wurde. Zudem ist Brambles, der Mutterkonzern von CHEP, auf Platz Eins der Kategorie „Commercial Services and Supplies“ im Dow Jones Index für Nachhaltigkeit gelistet.

chep.com/at/